Konzept
Fassung vom 1. August 2026
1. Selbstverständnis
Salon Turicum ist ein säkularer, unabhängiger und parteiloser Verein.
1.1 Inspiration
Wir sehen uns als Erben der griechischen Antike, des Humanismus, der Renaissance und der Aufklärung und wollen eine Gesellschaft fördern, die friedlich, gebildet, frei und technologisch fortgeschritten ist.
Seit dem 17. Jahrhundert waren Salons Orte, an denen Kultur, Wissen und gesellschaftliche Fragen in einem gemeinsamen Raum zusammenkamen. Diese Tradition möchten wir aufnehmen und in zeitgemässer Form weiterführen.
1.2 Grundhaltung
Der Verein steht für:
- Vernunft und gesunder Menschenverstand
- Mündigkeit im Denken
- Ambiguitätstoleranz und Kompromissfähigkeit
- Loyalität gegenüber Werten statt gegenüber Gruppen oder Nationen
- langfristig sinnvolles Handeln
- Schutz von Natur und Tieren
- Pazifismus, Gewaltfreiheit und universelle Menschenrechte
- ein ausgewogenes Verhältnis aus Deontologie und Konsequentialismus
- Individualität, Freiheit und Eigenverantwortung
Der Verein hinterfragt jegliche Form von Macht und lehnt ein anthropozentrisches Weltbild ab.
1.3 Menschenbild
Wir verstehen den Menschen als lernfähiges, vernunftbegabtes und entwicklungsfähiges Wesen, als Teil der Natur, hervorgegangen aus evolutionären Prozessen. Er braucht Sinn, Orientierung, Aufgaben, soziale und gesellschaftliche Einbettung sowie körperliche und psychische Gesundheit.
Er bewegt sich innerhalb biologischer, neurowissenschaftlicher, psychologischer, philosophischer, kultureller und sozialer Rahmenbedingungen, besitzt jedoch die Fähigkeit, diese zu verstehen, zu reflektieren und sein Leben zu gestalten. Er entwickelt sich in den neurobiologischen Grundzügen besonders während der ersten 25 Lebensjahre, jedoch auch darüber hinaus ein Leben lang weiter. Bildung sollte deshalb lebenslang erfolgen.
Der Mensch erschliesst sich die Welt nicht nur durch Kognition, sondern auch über Sensorik, Erfahrung und kulturelle Inhalte. Eine umfassende Bildung stärkt deshalb nicht nur Wissen und Urteilskraft, sondern auch Wahrnehmung, Erleben und Ausdruck.
Wir betrachten den Menschen nicht als beliebig formbar, schon gar nicht von aussen. Er soll nicht bevormundet oder gelenkt, sondern in die Lage versetzt werden, eigenständig fundiert zu denken, handlungsfähig zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Persönliche Verantwortung wird dabei ernst genommen, denn Freiheit setzt Verlässlichkeit und Konsequenz voraus.
1.4 Grundprinzipien und Modelle
Als Leitlinien dienen schweizerische Grundprinzipien und Modelle, die uns am Herzen liegen und gepflegt und vermittelt werden sollen:
- lokale Mitwirkung
- Kooperation
- Föderalismus
- Subsidiarität
- fiskalische Äquivalenz
- direkte Demokratie
- Konkordanz
- Neutralität
- Unabhängigkeit
- äussere Souveränität und Volkssouveränität
2. Bildungs- und Kulturauftrag
2.1 Ausgangslage und Zweck
Salon Turicum entsteht aus der Beobachtung, dass in der Stadt Zürich Orte fehlen, an denen Bildung, Kultur und Aufenthaltsqualität in umfassender Form zusammenfinden. Es gibt zahlreiche spezialisierte Bildungsangebote und kulturelle Institutionen. Seltener sind jedoch Orte, an denen man in Ruhe verweilen kann und wo Wissen aus unterschiedlichen Gebieten miteinander verbunden, über längere Zeit vertieft und mit kulturellem Erleben, eigenständigem Denken und verantwortlichem Handeln verknüpft werden. Aus dieser Beobachtung ergibt sich der Zweck des Vereins.
Wissen ist heutzutage in grosser Menge verfügbar, ohne dass daraus automatisch Verständnis entsteht. Informationen sind häufig fragmentiert und auf schnelle Aufmerksamkeit ausgerichtet. Öffentliche Debatten, Medien und digitale Plattformen sind von Polarisierung und Selbstdarstellung geprägt. Komplexe Fragen werden von politischen oder identitären Lagern vereinnahmt statt differenziert diskutiert. Salon Turicum möchte dem eine vertiefte Auseinandersetzung, sorgfältiges Denken und eine kultivierte Gesprächskultur entgegensetzen.
Gerade angesichts künstlicher Intelligenz, geopolitischer Spannungen und gesellschaftlicher Umbrüche gewinnt der umfassend gebildete und divergent denkende Mensch an Bedeutung. Gefragt sind nicht nur spezialisierte Fertigkeiten und Wissen aus einem Fachbereich, sondern eine breite Allgemeinbildung sowie die Fähigkeit, Informationen vernünftig zu verarbeiten und einzuordnen, die eigenen Annahmen und andere Perspektiven zu prüfen und mit Ambiguität und Komplexität umzugehen.
Bildung bleibt für Salon Turicum jedoch nicht beim Wissen und Analysieren stehen. Sie umfasst auch die Fähigkeit und Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, am Gemeinwesen mitzuwirken und das eigene Umfeld gemeinsam mit anderen zu pflegen. Zürich ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität und einer reichen Tradition. Der Verein möchte dazu beitragen, diese Qualitäten zu erhalten und weiterzuentwickeln. Menschen sollen befähigt werden, sich sachlich mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen und sich im Rahmen konkreter Projekte an ihrem Gemeinwesen zu beteiligen.
Kultur schlussendlich eröffnet eigene Zugänge zur Wirklichkeit. Sie schafft Erfahrungsräume, in denen Geschichte, Gegenwart, Gesellschaft und unser Innenleben verarbeitet werden können. Eine lebendige Kultur schafft gemeinsame Bezugspunkte, fördert Vorstellungskraft und ermöglicht Formen des Verstehens und des Zugangs, die Wissen und Analyse ideal ergänzen.
Salon Turicum möchte der Stadt Zürich einen Ort geben, an dem originelle Kultur, ästhetischer Anspruch, inhaltlicher Tiefgang und unkonventionelles Denken zusammenfinden.
Zusammengefasst: Wir wollen einen langfristigen Beitrag zu Bildung, Kultur und einem verantwortungsvollen Gemeinwesen in der Stadt Zürich leisten. Dafür schaffen wir physische und digitale Orte, Programme und Formate, die Wissen, Analyse, Erleben und Handeln miteinander verbinden.
2.2 Leitsätze und Leitfragen
Die Ausrichtung des Vereins lässt sich in wenigen Leitsätzen und Leitfragen verdichten; sie durchziehen seine gesamte Arbeit.
Unsere vier Leitsätze:
- Wissen schafft Verständnis.
- Analyse schafft Orientierung.
- Erleben schafft Zugang.
- Handeln schafft Wirkung.
Wissen bildet die Grundlage von allem. Wir haben nie ausgelernt; als moderner Mensch braucht man in vielen Gebieten eine fundierte Wissensbasis. Was ist die Natur, das Universum, alles rund um mich herum? Was bin ich? Wie funktioniert alles?
Analyse hilft, innezuhalten, Entwicklungen einzuordnen, sich selbst zu erkennen, Vernunft und Denken zu trainieren sowie den Blick auf sich, die Natur und die Gesellschaft stetig zu überprüfen.
Erleben macht Inhalte zugänglich und schafft Motivation. Wir sind Menschen und brauchen ästhetische, sensorische und interaktive Inhalte.
Handeln verbindet praktische Erfahrung mit Erkenntnisgewinn und ermöglicht damit Verantwortung für sich, Natur und Gesellschaft.
Drei Leitfragen ziehen sich durch unsere Arbeit:
- Wie schaffen wir eine Grundlage für das Verständnis von Natur, Mensch und Gesellschaft?
- Wie können wir den Fortbestand von intellektueller Bildung, Vernunft, Freiheit und Frieden fördern?
- Wie kann eine technologisch fortgeschrittene, wohlhabende Gesellschaft entstehen, die Knappheit überwindet, individuelles Glück maximiert und in der gleichzeitig Flora und Fauna gedeiht?
2.3 Bildungsverständnis
Der Verein versteht Bildung als Freude an Verständnis und Erkenntnis, getragen von Neugier, Vernunft und der Bereitschaft, sich mit grossen Fragen und Modellen auseinanderzusetzen sowie Komplexität auszuhalten. Im Zentrum steht die Faszination für die Welt: für die Natur und ihre Gesetzmässigkeiten, für die Entstehung des Lebens aus der einzelnen Zelle, für den Menschen und sein Gehirn, für gesellschaftliche und technologische Themen bis hin zu den grossen Fragen des Universums. Diese Neugier gilt dem Kleinen wie dem Grossen, der Frage, wie etwas funktioniert und was etwas ist. Unser Fundament ist eine deskriptive Sichtweise und Methodik.
Bildung braucht keine äussere Rechtfertigung. Der Verein versteht Wissen nicht primär als Mittel zu einem Zweck, sondern wertschätzt es um seiner selbst willen. Die Auseinandersetzung mit der Welt – Grundlagenwissen und Allgemeinbildung, auch ohne unmittelbare Anwendung – ist für uns von eigenem Wert. Ihr liegt ein Staunen über die Natur zugrunde, verbunden mit Respekt vor ihrer Komplexität und einem Sinn für ihre Schönheit. Diese Haltung ist ausdrücklich nicht religiös, gläubig oder esoterisch; der Verein beschreibt die Welt naturwissenschaftlich. Dazu gehört auch ein nüchterner Blick auf die eigenen Grenzen: Das existierende Wissen übersteigt bei Weitem, was ein Mensch aufnehmen und verarbeiten kann. Gerade deshalb lohnt es sich, Wissen sorgfältig auszuwählen.
Bildung bedeutet in diesem Sinn, die Welt – und nicht zuletzt sich selbst – in ihren naturwissenschaftlichen, philosophischen, kulturellen, politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Dimensionen zu erkennen und zu verstehen.
Den Verein prägt ein verbindendes Erkenntnisinteresse. Über die einzelnen Themenfelder hinweg stellt sich eine gemeinsame Leitfrage:
Welche sozialen, kulturellen, technologischen, politischen, ökonomischen und ästhetischen Bedingungen schaffen die Grundlage für eine gebildete, gesunde, freie, friedliche und entwicklungsfähige Gesellschaft?
Damit verbunden ist eine bestimmte Perspektive. Viele Analysen konzentrieren sich auf Probleme und Defizite, auf Krankheit, Gewalt und Konflikt. Der Verein fragt nach dem Gegenstück: Was ist Gesundheit? Was fördert Neugier und Vernunft? Was fördert Kooperation, Frieden und Handlungsfähigkeit?
Wir verstehen Phänomene als emergente Ergebnisse des Zusammenspiels vieler Faktoren. Der Verein betrachtet seine Themen deshalb interdisziplinär und systemtheoretisch. Naturwissenschaftliche, evolutionsbiologische, neurowissenschaftliche, psychologische, historische, philosophische, soziologische, politische und ökonomische Perspektiven werden zusammengeführt.
Gesellschaften werden als komplexe Systeme verstanden. Von besonderem Interesse sind dabei Wechselwirkungen, Rückkopplungen, langfristige Entwicklungen und unbeabsichtigte Folgen.
Gleichzeitig verstehen wir unter intellektueller Bildung auch ein Bewusstsein hinsichtlich ästhetischer Qualität. Wir geben darum Kunstformen und Kultur ebenso Gewicht wie Analyse und Denken. Schönheit und ästhetisches Erleben sind weder Selbstzweck noch Luxus.
Weitere wichtige Grundlagen einer vernünftigen Bildung sind die Fähigkeit und der Wille, Verantwortung zu übernehmen, am Gemeinwesen mitzuwirken und das eigene Umfeld gemeinsam mit anderen zu pflegen. Dabei orientieren wir uns an schweizerischen Modellen wie lokaler Mitwirkung, Kooperation, Subsidiarität und fiskalischer Äquivalenz. Sie verbinden Verantwortung und Entscheidungsmöglichkeiten möglichst mit jener Ebene, auf der Menschen von den Folgen betroffen sind und die örtlichen Verhältnisse kennen.
Der Verein geht nicht davon aus, dass sich eine ideale Gesellschaft planen oder dass sich der Mensch formen liesse. Ziel ist das Schaffen förderlicher Bedingungen.
Ein wesentlicher Teil der Vereinsarbeit besteht darin, gemeinsam an Themen zu arbeiten, sie zu diskutieren, zu erforschen und nach Lösungen zu suchen. Der Verein verfolgt seinen Auftrag sowohl über Grundlagenarbeit als auch über Beiträge zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung.
2.4 Kulturverständnis
Kultur umfasst für Salon Turicum Werke, Ausdrucksformen und Praktiken, durch die Menschen die Welt deuten und sich über Generationen hinweg verständigen. Kultur ist für uns ein eigenständiger Zugang zur Wirklichkeit und ein wichtiger Pfeiler einer gebildeten Gesellschaft.
Kulturelle Werke geben etwas eine wahrnehmbare Form, können Themen kreativ erschliessen und Zusammenhänge erfahrbar werden lassen. Sie ermöglichen Austausch über unterschiedliche Lebenswelten hinweg und tragen dazu bei, dass Menschen sich, ihre Umgebung und die Welt differenzierter wahrnehmen können. Kultur ergänzt deshalb die wissenschaftliche und philosophische Auseinandersetzung des Vereins.
Ästhetische Qualität besitzt innerhalb dieses Kulturverständnisses einen besonderen Stellenwert. Schönheit, Form und Atmosphäre beeinflussen, wie Inhalte wahrgenommen werden und welche Wirkung sie entfalten. Salon Turicum legt grossen Wert auf die ästhetische Qualität seiner Inhalte und will Menschen ein sinnlich umfassend angenehmes Erlebnis ermöglichen.
Der Verein kuratiert Inhalte nach Qualität, macht unterschiedliche kulturelle Traditionen zugänglich und ermöglicht eine eigenständige Auseinandersetzung mit ihnen.
Werke sollen nicht auf einfache Botschaften reduziert oder im Sitzkreis bloss aus heutiger Sicht besprochen werden. Sie sollen in ihrer Eigenart, ihrem historischen Zusammenhang und ihrer ästhetischen Qualität erschlossen und erfahrbar gemacht werden: durch Lektüre, Musik, Film, Performances, Ausstellungen, Gespräche, audiovisuelle Formate, Exkursionen und die Gestaltung von Räumen.
Auch narrative, symbolische und märchenhafte Elemente können eingesetzt werden, wenn sie Vorstellungskraft, Wahrnehmung und Zugang zu einem Thema fördern.
Salon Turicum möchte eine lebendige Kultur pflegen, in der anspruchsvolle inhaltliche Arbeit ebenso Platz hat wie Humor, Temperament und Neugier. Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten sollen einander begegnen, kulturelle Werke entdecken und sich fundiert mit Natur, Mensch und Gesellschaft auseinandersetzen können.
2.5 Gesundheit und Aufenthaltsqualität
Gesundheit ist die Grundlage von Leben und Selbstverwirklichung. Salon Turicum versteht den Menschen als biopsychosoziales System, in dem Körper, Psyche und Umfeld zusammenwirken. Wer erschöpft, überreizt oder verspannt ist, kann sich schwerer konzentrieren und hat Mühe, zu denken und an Gesprächen teilzunehmen. Körperliche und psychische Gesundheit ermöglichen Aufnahmefähigkeit und Zufriedenheit – und nicht zuletzt schafft sie wesentliche Voraussetzungen für Frieden und Wohlstand. Deswegen integrieren wir gesundheitliche Aspekte in unser Konzept.
Aufenthaltsqualität ist Teil dieses Zusammenhangs. Ein Raum wirkt nicht allein durch seine Funktion, sondern durch Einrichtung und Atmosphäre; beide tragen dazu bei, dass Menschen sich regulieren und gerne verweilen. In einer Zeit, in der immer mehr Lebensbereiche digital stattfinden, gewinnen physische Räume mit Aufenthaltsqualität an Bedeutung – besonders für Menschen, die auf Reize empfindlich reagieren, etwa neurodivergente Menschen.
Auch Gemeinschaft und Zugehörigkeit sind für sich elementare Gesundheitsfaktoren. Viele Menschen erleben im städtischen Alltag jedoch Vereinsamung. Digitale Kontakte, berufliche Netzwerke und lose Begegnungen ersetzen keinen verlässlichen Rahmen, in dem man Beziehungen aufbauen und Gemeinschaft erfahren kann. Besonders Erwachsene, die ausserhalb des Berufs Anschluss suchen, brauchen solche Möglichkeiten. Bei Salon Turicum finden sie einen Ort, an dem sie sich bilden, austauschen und an einer lebendigen Kultur teilnehmen können.
Im Salon finden auch Kurse und Lerngruppen rund um Körper, Bewegung und Gesundheit statt, die alle auf einem naturwissenschaftlichen Fundament basieren und den Menschen ganzheitlich betrachten. Unser Themenfeld reicht von Biomechanik und funktioneller Anatomie über Süchte und Ängste bis zu Neuroplastizität. Dem Verein geht es dabei nicht nur um Edukation, sondern vor allem um Befähigung: Menschen sollen sich besser kennenlernen und für sich und ihre Gesundheit sorgen können.
Hinzu kommen ein Entspannungsraum als Rückzugsort, der begrünte Aussenbereich und eine gesundheitsbewusste Verpflegung vor Ort. So entsteht ein breites, alltagsnahes Angebot für die Bevölkerung.
2.6 Methodik der Wissensvermittlung
Salon Turicum entwickelt eine anschauliche und sorgfältig kuratierte Form der Wissensvermittlung. Inhalte sollen verständlich und erfahrbar werden, ohne an fachlicher Genauigkeit zu verlieren. Wissen wird auch am Modell, im Experiment oder Spiel und auf Exkursionen erschlossen.
Ein besonderes Interesse gilt der Frage, wie Menschen Wissen besser aufnehmen, behalten und anwenden. Der Verein verknüpft Wissen mit gamifizierten und handlungsorientierten Elementen sowie audiovisuellen Medien.
Einen eigenen Schwerpunkt bilden explorative Wissensformate, die Neugier, Bewegung und Reflexion miteinander verbinden. Dazu gehören thematische Spaziergänge und Wissensexpeditionen ebenso wie Lernstationen, Ausstellungen oder kooperative Denk-und Strategiespiele. Simulationen können komplexe Sachverhalte sichtbar und gedanklich erfahrbar machen, von historischen Situationen über politische Systeme bis hin zu biologischen Zusammenhängen.
Unsere Formate werden stets sorgfältig vorbereitet und fachlich gerahmt. Wo es die Entdeckungsfreude und die Vorstellungskraft fördert, treten auch märchenhafte oder narrative Elemente hinzu.
All diesen Ansätzen ist das Grundprinzip gemein: Wissen nicht bloss verfügbar zu machen, sondern es über das Verstehen, das Erleben und das Mitwirken zugänglich zu machen.
2.7 Kinder und Jugendliche
Besonders am Herzen liegen dem Verein Kinder und Jugendliche, die sich in klassischen Schulsystemen vielleicht schwertun, jedoch Wissensdrang, Neugier und Denkfreude mitbringen. Der Verein versteht sich hier als Ermutigung und Begleitung: Junge Menschen sollen ihren eigenen Weg finden und ihren Blick auf Natur, Gesellschaft und Öffentlichkeit vertiefen können – ohne Leistungsdruck und ohne von zu viel Stoff und Fristen überfordert zu werden. Sie finden im Verein einen Ort, an dem sie sich mit Gleichgesinnten austauschen, sich bilden und mit eigenen Ideen und Spezialinteressen einbringen können.
3. Sammlung und Kuration
Der Verein wird von einer inhaltlichen Arbeit getragen. Diese studiert und kuratiert Wissen und Inhalte und bereitet Formate für Salonbetrieb, Veranstaltungen, externe Programme und die publizistische Arbeit vor.
3.1 Wissenskanon und gute Inhalte
Die inhaltliche Arbeit basiert auf der Pflege eines Wissenskanons, der eine vernünftige Weltaneignung und eine breite Allgemeinbildung ermöglicht. Unter diesem Kanon verstehen wir einen sorgfältig zusammengestellten Grundbestand an Wissen, Werken und Ideen, der übergeordnet und langfristig Bestand hat. Er wird anhand von Dossiers geordnet.
Der Kanon soll eine Sammlung sein, die fortlaufend geprüft, ergänzt und vermittelt wird. Leitfrage bei der Bildung des Kanons ist: Welches Wissen und welche Inhalte helfen uns dabei, Natur, Mensch, Gesellschaft, Geschichte und Gegenwart besser zu verstehen?
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung menschlichen Denkens und der Entstehung der modernen Gesellschaft.
Der Kanon ist zugleich eine Sammlung guter Inhalte. Inhalte prägen unsere Gesellschaft, und verarmen die Inhalte, verarmen wir. Ob Schriften von Karl Popper oder Riffs von Jimi Hendrix: Gute Inhalte sind Teil eines gemeinsamen intellektuellen Bildungsanspruchs.
Der Kanon umfasst:
- Naturwissenschaften
- Philosophie und Geistesgeschichte
- Literatur
- Menschheitsgeschichte
- Gesellschaftliche und soziale Prozesse und Systeme
- Geografie, Wirtschaft und Politik
- Musik, Architektur und Kunst
- Psychologie, Neurowissenschaften, Gesundheit und Körper
- Technologie und IT
3.2 Denken und Handeln
Der Verein setzt sich gezielt mit Denken, Urteilen und Handeln auseinander. Gemeinsam hinterfragen und prüfen wir unsere eigenen Denk-und Handlungsmuster sowie deren Konsequenzen und analysieren Debatten und Geschehnisse.
3.3 Zeitgeist
Ein zentrales Anliegen des Vereins ist es, die Gegenwart kritisch zu hinterfragen. Wir beobachten, diskutieren und reflektieren gesellschaftliche, psychologische, politische, wirtschaftliche und technologische Entwicklungen.
Gegenwartsanalyse wird dabei als eine Form der Orientierung verstanden. Indem wir innehalten, können wir Komplexität einordnen, Entwicklungen verstehen und hinter Narrative und Lagerdenken blicken. Ziel ist es, Gegenwart weder alarmistisch zu überzeichnen noch gedankenlos zu übernehmen, sondern sie mit Vernunft, historischem Bewusstsein und einem Sinn für Mass und Konsequenz zu betrachten. Besondere Bedeutung haben:
- Digitalisierung
- Künstliche Intelligenz
- Technologie
- Krieg und Frieden
- Medien und Öffentlichkeit
- Schweizerische Modelle von Staat, Recht und Individuum
- Bildungswesen
- Zürcher Stadtentwicklung
- soziale und gesellschaftliche Dynamiken
- Gesundheit und Lebensqualität
4. Die Räumlichkeiten
In den Räumlichkeiten des Vereins wird all das, wofür Salon Turicum steht, gelebt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
In der ersten Betriebsphase bestehen die Räumlichkeiten aus:
- Salon (80–120 m²): Veranstaltungsort, Bibliothek, grosser Arbeitstisch, kleine Sitz- und Leseecken, Instrumente, Wissensobjekte, Schachbretter, Spiele, Tee- und Kaffeestation mit Snacks, kleine Küche
- Entspannungsraum (15 m²)
- begrünter Aussenbereich mit Kräutern und Pflanzen (ca. 10–40 m²)
4.1 Salon
Der Salon lädt in gediegenem Ambiente zum Lesen, Lernen und Schachspielen ein. Bestimmte Zeiten sind der Ruhe und Konzentration gewidmet, andere Zeiten öffnen Raum für gesellige Formate. Der Salon soll schön, gemütlich und sorgfältig eingerichtet sein: ein Ort, an dem Menschen gerne bleiben und sich erholen können.
4.1.1 Tagesgeschäft und Atmosphäre
An fünf Tagen die Woche steht der Salon von 8 bis 20 Uhr der Öffentlichkeit offen. Zu bestimmten Zeiten kann man entspannende Visuals über einen Beamer anschauen und Hintergrundmusik in wechselnden Genres lauschen, darunter klassische Musik, Naturklänge, Worldmusic oder elektronische Musik. Beides unterstützt die Atmosphäre. Im Programm ist sichtbar, wann welche Musik läuft.
4.1.2 Kulinarik, Pflanzen und Aussenbereich
Eine kleine Küche und eine Tee-und Kaffeestation, die selbständig benutzt werden können, gehören zum Salonbetrieb. Sie dienen einer gastlichen und gesundheitsbewussten Versorgung. Pflanzen, Kräuter und Naturmaterialien sind Teil der Aufenthaltskultur. Kräuter werden im Aussenbereich gepflegt und für Tee sowie kleine kulinarische Köstlichkeiten genutzt.
Der Aussenbereich kann anfänglich klein sein, soll aber die Idee eines ruhigen, urbanen Rückzugsortes vermitteln und langfristig grösser werden. Er trägt zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Besucherinnen und Besucher bei.
Unsere Lebensmittel sind von hoher Qualität. Wir unterstützen lokale, selbständige, kleine Produzentinnen und Produzenten und fördern damit einen lokal verankerten, nachhaltigen Wirtschaftskreislauf. Wenn Produkte von ausserhalb kommen, soll die Herkunft transparent und die Handelskette fair sein. Umweltschutz und Tierwohl sind uns besonders wichtig.
4.1.3 Bibliothek
Die Bibliothek ist das Herzstück des Salons. Sie beherbergt eine sorgfältig ausgewählte Sammlung an Lektüren und Werken, die den Wissenskanon repräsentiert.
Die Bibliothek versteht sich als Archiv für eine intellektuelle Allgemeinbildung. Bücher, Dokumente und Karten werden gesammelt, bewahrt und für Lerngruppen, Veranstaltungen sowie die persönliche Weiterbildung zugänglich gemacht.
Es besteht langfristig das Interesse, spezialisierte Sammlungs-und Archivbereiche aufzubauen, die sich auf Themen fokussieren, die für den Verein besonders bedeutsam sind, etwa Wissenschafts-und Ideengeschichte, lokale Kultur-und Zeitdokumente sowie einzelne Denker und ihre Werke.
4.1.4 Hands-on- und Wissenselemente
Wissen soll im Raum mannigfaltig und unterhaltsam präsent und nutzbar sein. Globen, Karten, wissenschaftliche Modelle und thematische Mappen zum Stöbern können frei im Salon benutzt werden. Einige Elemente bleiben dauerhaft bestehen, andere wechseln.
Als Gegenpol zu passivem Medienkonsum und abstrakter Informationsaufnahme sollen Menschen wieder stärker in einen sensorischen Kontakt mit ihrer Umwelt treten. Im Salon verteilt finden sich deswegen auch Hands-on-Elemente und Wissensobjekte wie Rätsel, taktile Denk-und Geschicklichkeitsspiele oder Konstruktionsaufgaben. Sie verbinden sensorische Erfahrung mit Fokus und Problemlösung.
4.1.5 Lerngruppen
Lerngruppen sind ein fundamentaler Bestandteil der Salonkultur. Jede Woche finden mindestens drei Lerngruppen mit unterschiedlichem Stoff statt. Je nach Thema können diese offen, vereinsintern oder geschlossen sein. Die Lerngruppen können das angeeignete Wissen in der digitalen Wissensdatenbank festhalten, die öffentlich eingesehen werden kann.
4.1.6 Schach
Der Verein versteht Schach nicht nur als Spiel, sondern als wichtiges Kulturgut. Schach fördert Gemeinschaft, Aufmerksamkeit, Logik, Gedächtnis und den Umgang mit Komplexität.
Der Salon soll langfristig als kultivierter Ort für Schach in Zürich etabliert werden und lokale Talente sollen gefördert werden. Der Schachbereich soll organisch wachsen: zuerst durch frei verfügbare Bretter und kleine Schachveranstaltungen. Langfristig ist es ein Ziel, bekannte Schachspielerinnen und Schachspieler für Simultanpartien und Interviews einzuladen.
4.1.7 DIY, Nähen und Reparieren
Zu bestimmten Zeiten stehen im Salon zwei Nähmaschinen sowie einfaches Nähmaterial zur Verfügung. Besucherinnen und Besucher können Reparaturen vornehmen und einfache textile Arbeiten ausführen. Der Bereich stärkt die praktische, nachhaltige und gestalterische Dimension des Salons.
Zukünftig wollen wir diesen Bereich ausbauen, um Materialien für den Betrieb und für Ausstellungen selbst herstellen zu können, in Kooperation mit lokalen Selbständigen und Betrieben. Dafür ist langfristig ein eigener Werkraum vorgesehen.
4.2 Salonprogramm
Neben dem Tagesgeschäft trägt der Salon ein regelmässiges Tages-und Abendprogramm. Wir wollen Aufenthaltskultur mit lebendigem und geselligem Programm verbinden.
4.2.1 Quiz, Lernspiele und explorative Formate
Quiz-und Spieleabende sind ein fester Bestandteil des Salonprogramms. Unser Angebot reicht von einfachen Quizabenden bis zu komplexeren Formaten wie den folgenden:
- interaktive Wissenslandschaften und Expeditionen
- narrative Lernräume
- kooperative Denk- und Strategiespiele
- Rollenspiele, Rekonstruktionen sowie Simulationen
4.2.2 Thematische Beiträge
Thematische Beiträge sind Veranstaltungen, in denen ein bestimmtes Thema vertieft wird, etwa ein naturwissenschaftliches Phänomen, eine historische Entwicklung oder eine aktuelle gesellschaftliche Frage. Sie sind modern, multimedial und, wenn möglich, interaktiv aufgebaut. Im Zentrum stehen Wissensvermittlung und das gemeinsame Hinterfragen und Lernen.
Die Beiträge können verschiedene Formen annehmen: Gesprächsrunden, Ausstellungen, audiovisuelle Inszenierungen und Performances. Gestaltet werden sie von Vereinsmitgliedern, der Bevölkerung oder von Gästen aus Wissenschaft und Kultur.
4.2.3 Film, Musik und kulturelle Unterhaltung
Über den Beamer werden visuelle Inhalte wie Filmklassiker, Schachcontent, Dokumentationen, naturwissenschaftliche Erläuterungen sowie Debatten gemeinsam angeschaut und diskutiert.
Auch Konzerte finden als ergänzende Veranstaltungen vor oder nach einer Zusammenkunft oder als eigenständige Formate statt. Gute Inhalte, von Klassik und Blues über Musik der 60er und Anfang 70er bis Punk, Rap und elektronische Musik, sollen gefördert werden.
Zu bestimmten Zeiten finden auch Jam Sessions statt, bei denen die Instrumente im Salon benutzt werden dürfen.
4.2.4 Forum
Ein offener, demokratischer Denk-und Handlungsraum ist fester Bestandteil der Vereinsvision. Im Format «Forum» schaffen wir, ganz im Sinne schweizerischer Tradition, einen freien Ort für eine mitdenkende und mitwirkende Zivilgesellschaft, die sich austauschen und gemeinsam Projekte planen und realisieren kann. Der Fokus liegt auf dem Prinzip der lokalen Mitwirkung und grösstmöglicher politischer Unabhängigkeit, mit dem Ziel, die Lebensqualität in der Stadt Zürich zu fördern.
4.3 Entspannungsraum
Der Salon soll ein urbaner Ort sein, an dem Menschen soziale Nähe ohne Überforderung erleben und sich zwischen Alltag und Arbeit regulieren können. An vielen Tageszeiten ist dies gewährleistet, doch ist der Salon zu bestimmten Zeiten auch belebt. Wir wollen deshalb permanent einen Raum zur Verfügung stellen, in den man sich zurückziehen kann.
Der Entspannungsraum arbeitet mit Licht, Klang, Duft, Visuals und ruhiger Atmosphäre. Er kann auch für bestimmte Zeiten reserviert werden. Der Raum ist liebevoll und sorgfältig gestaltet und mit einer Yogamatte, Getränken sowie kleinen Wellness-und Gesundheitsprodukten ausgestattet.
4.4 Erweiterung der Räumlichkeiten
Langfristig sollen weitere Räume entstehen. Entscheidend ist weiterhin das Prinzip: Der Salon ist ein Ort, an dem über Wissen und Inhalte nicht nur gesprochen wird, sondern an dem sie erforscht und in Form von Atmosphären und Erlebnissen erfahrbar gemacht werden. Die Besucherinnen und Besucher können ihr Wissen erweitern, ihre Urteilskraft trainieren und originelle Kultur erleben.
5. Externes Programm
Neben dem Programm in den eigenen Räumen veranstaltet Salon Turicum auch Aktivitäten ausserhalb. In der Aufbauphase, solange noch keine eigenen Räumlichkeiten bestehen, bildet das externe Programm die zentrale Tätigkeit des Vereins. Auch danach bleibt es ein fester Bestandteil. Der Salon erweitert sich dadurch in die Stadt, in die Natur und in bestehende kulturelle Räume hinein.
Zu den externen Formaten gehören:
- thematische Spaziergänge und Wissensrundgänge
- explorative Wissensexpeditionen
- Quizformate und Lernspiele
- Lern- und Lesegruppen
- kulturelle Ausflüge und Museumsbesuche
- Schachtreffen
- Naturausflüge
- gesundheitsbezogene Formate in der Natur
- digitale Wissensexpeditionen mit interaktiven Anwendungen
Die externen Formate sollen Wissen anschaulich machen, Neugier wecken und Menschen dazu einladen, ihre Umgebung bewusster wahrzunehmen.
Explorative Wissensexpeditionen bilden dabei einen besonderen Schwerpunkt. Ihr Charakter ist offen und forschend: Die Teilnehmenden lösen während Outdoor-Erlebnissen Aufgaben, beobachten, stellen Fragen und ordnen das Gesehene ein.
6. Öffentlicher Raum
Was der Verein in seinen Räumlichkeiten pflegt, soll nicht in ihnen verschlossen bleiben. Wir wollen unsere Inhalte innerhalb kleiner Initiativen in die Stadt Zürich bringen.
Diese Initiativen verbinden Bildung und Kultur mit ästhetischer Gestaltung und lokaler Mitwirkung. Sie ermöglichen Bildung und Kultur im Vorbeigehen und tragen dazu bei, die Stadt Zürich selbst zu einem ästhetischen und explorativen Raum zu machen – zugänglich für alle, ohne Voraussetzungen und ohne Eintritt. Sie sollen den öffentlichen Raum bereichern, Aufenthaltsqualität schaffen und Menschen Momente der Anregung ermöglichen.
Zu diesen Initiativen gehören:
- Lernstationen und Wissensobjekte
- Quiz- und Denkimpulse
- Kunstobjekte und Ausstellungen
- gepflegte Aufenthaltsorte mit Pflanzen und bildenden Anregungen
- kleine Formate, etwa Lese-, Schach-, Gesprächs- oder Wissensrunden
Öffentliche Räume prägen, wie Menschen sich in einer Stadt fühlen. Schöne Stadtbilder schaffen Heimat und reduzieren Anonymität. Das Gefühl von Zugehörigkeit schafft Verantwortung und Engagement. Diesem Gedanken folgend möchte der Verein Aufenthaltsorte schaffen oder fördern, die entsprechende Qualitäten bieten, mithilfe von Pflanzen, Ordnung, Sauberkeit, Ästhetik, Klang und bildenden sowie kulturellen Impulsen.
Plätze für Schachtreffen, Wissensrunden oder thematische Spaziergänge können Menschen zusammenbringen. Ebenso wichtig ist es, in der hektischen Stadt Ruhe zu finden und mal alleine zu sein. Deshalb sollen auch Orte geschaffen werden, die Rückzug und eigenständige Wahrnehmung ermöglichen.
Die lokale Mitwirkung ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit. Wer am Aufbau eines Ortes beteiligt ist und sieht, dass sein Umfeld gestaltbar ist und Aufenthaltsqualität bietet, entwickelt eher Aufmerksamkeit und Verantwortung für dessen Erhalt und Pflege. In einer Stadt entstehen lokale Bindung und Verantwortungsgefühl nicht immer von selbst; gemeinsame Projekte können dazu beitragen, solche Bindungen aufzubauen und mithilfe von Kooperation ein schönes Umfeld zu schaffen. So entsteht ein Beitrag zur Lebensqualität und zur lokalen Mitwirkung in der Stadt Zürich.
7. Publizistische Arbeit
Die publizistische Arbeit dient dazu, Wissen langfristig zugänglich zu machen, Inhalte sorgfältig zu dokumentieren, öffentliche Debatten anzuregen und die Arbeit des Vereins über den physischen Raum hinaus sichtbar zu machen. Sie entsteht aus dem laufenden Betrieb.
Online-Magazin
Ein kuratiertes Magazin für Wissen und Kultur mit Beiträgen, Essays, Infografiken, Modellen und Medien aus vielen Feldern. Die Inhalte werden nach Bestand und Qualität ausgewählt und interdisziplinär verknüpft.
Publikation
Einmal jährlich erscheint eine eigene Publikation. Sie richtet sich an ein bildungsnahes Publikum und vereint Wissen und Ästhetik in einer hochwertigen, sorgfältig gestalteten Form.
8. Roadmap
Ziel ist ein organischer Aufbau. Alle Einnahmen und Überschüsse werden vollständig für den Vereinszweck verwendet.
Phase 1 – Verein als Programmstruktur (2026)
In der ersten Phase existiert der Salon noch nicht als permanenter Raum, sondern als programmatisches Projekt. Der Verein wird gegründet, das Konzept gefestigt, externe Aktivitäten organisiert, Partner und Mitglieder gewonnen und die publizistische Arbeit angelegt.
Phase 2 – Erster Betrieb (2027–2030)
Das erste Haus für Bildung und Kultur wird eröffnet. Der Innenbereich umfasst ca. 120–200 m² und der Aussenbereich ca. 10–50 m². Das Ziel dieser Phase ist, den Betrieb aufzubauen und tragfähig zu machen.
Phase 3 – Expansion (ab 2030)
Nachdem sich der Betrieb bewährt hat, wird er in der dritten Phase an einem neuen Standort vergrössert. Der Salon entwickelt sich zu einer etablierten Zürcher Kulturinstitution.