← Zurück zum Blog

#1 Mill: drei Werke, drei Beiträge (und einwenig über KI)

Drei Bücher von John Stuart Mill auf einem Holztisch: Autobiography, Utilitarianism und On Liberty.

So. Hallo. I bims vom Salon Turicum. Nun haben wir also auch einen Blog. Man findet hier alles, was man so findet auf einem Blog. Bald machen wir auch den Social Media Kram; vorerst mal hier: Allerlei, News und Notizen.

Incipiamus!

Mein zweites grösseres Studienvorhaben für den Verein ist John Stuart Mill. Als Erstes habe ich On Liberty gekauft. Eher spontan und aus dieser autistischen Motivation heraus: «Ich will alle relevanten Denker und ihre Werke in meiner Bibliothek haben und studieren.» Beim ersten Lesen sprach es mich direkt an und ich habe darin vieles wiedererkannt, das auch für die Gegenwart relevant ist. Wie immer mag ich es, etwas ganzheitlich zu studieren und zu untersuchen, ergänzende Lektüren anzuschauen und immer tiefer in ein Thema einzutauchen. Bei John Stuart Mill habe ich mich nun für drei Werke entschieden, die ich für’s Erste als Kanon von ihm kohärent und passend finde und die ich umfassend untersuchen möchte: On Liberty, Utilitarianism und seine Autobiography. Zukünftig sind Programme dazu vorgesehen, erst will ich mich in die Materie einarbeiten.

Vor allem seine intellektuelle Bildung, die er schon als kleines Kind von seinem Vater erhielt, hat mir imponiert. Als Einstieg in dieses Studienthema wollte ich drei Beiträge erarbeiten. Zuerst habe ich eine Art Lexikon zu den lateinischen und altgriechischen Begriffen gemacht, die in On Liberty und Utilitarianism vorkommen. Etymologie interessiert mich ohnehin sehr: wie Wörter entstanden sind und sich Sprache verändert hat, welche Begriffe was bedeuten und von wem sie im Verlaufe der Geschichte verwendet und umgedeutet wurden. Und natürlich liebe ich Latein und Altgriechisch über alles.

Der zweite Beitrag wurde dann ein Personenregister.

Es war insgesamt eine schöne und langwierige Arbeit – mit Hilfe von KI. Ja, das möchte ich hier festhalten, für diejenigen, die dieser Technologie gegenüber noch skeptisch sind. Also wir mögen KI und Roboter, wir wünschen uns einen Data im Salon (der Android aus Star Trek TNG), nutzen KI dort, wo es Sinn macht, und wollen damit coole Sachen machen. Wir machen niemandem was vor und setzen sie nicht dort ein, wo es einfach peinlich und unpassend wäre. Da wir jedoch auch die Schattenseiten von KI erkennen und man heute als Leser nicht mehr weiss, was noch von Mensch oder Maschine kommt, wollen wir das ansprechen und gehen transparent damit um.

Wir gehen im Umgang mit KI gewissenhaft vor, planen Beiträge sorgfältig und auditieren alles in mehreren Schritten, lesen alles gegen und schreiben vieles auch selber oder transkribieren es. Ohne die Hilfe von GPT hätte ich für diese zwei Mill-Beiträge wahrscheinlich ein Jahr gebraucht und einige Fehler drin. Beim Erstellen haben wir (GPT und ich) in einigen anderen Quellen Fehler und Ungenauigkeiten gefunden – von analog bis digital. Einige davon sind in den beiden Beiträgen vermerkt, dort, wo es mir sinnvoll erschien.

Übrigens wird die gesamte Website auch nur von mir mithilfe von GPT erstellt, über den Host von Infomaniak. Wir sparen also viel Zeit und Geld damit und können uns inhaltlich ausleben. Wir haben viele Ideen und freuen uns, diese Schritt für Schritt zu realisieren.

Gerade ich schätze auch sehr das Analoge, das klassisch intellektuelle Studium. Ich will aus beiden Welten das Beste nehmen und es verbinden.

An den drei Beiträgen zu Mill arbeite ich nun seit ca. vier Wochen; mit dem dritten Teil bin ich noch nicht fertig. Das wird ein Lehrplan zu Mills Bildungsprogramm. Ich rekonstruiere möglichst genau, was er wann gelernt und gelesen hat, und mache daraus einen Studienplan.