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Wege der Menschheit

Vom Orakel zum Algorithmus – wie Menschen Wissen schufen, Gesellschaften ordneten und die moderne Welt hervorbrachten.

Historisches System der menschlichen Kenntnisse aus der Encyclopédie von 1752
Système figuré des connaissances humaines, 1752. Die Darstellung aus der Encyclopédie ordnet das menschliche Wissen nach Gedächtnis, Vernunft und Einbildungskraft. Quelle: Wikimedia Commons. Gemeinfrei.

Beschreibung

Auf der Grundlage seiner biologischen Voraussetzungen betritt der Homo sapiens eine neue Entwicklungsebene: Menschen lernen dazu, unterscheiden und bewerten immer differenzierter. Sie deuten damit sich selbst und die Welt. Aus Mythen wurden philosophische Fragen; neben Überlieferungen und Dogmen entstanden überprüfbare Methoden und kritisches Denken. Aus ersten Siedlungen entwickelten sich Städte, Staaten und Zivilisationen. Die Komplexität des Zusammenlebens und seiner Ordnungssysteme nahm zu. Diese Entwicklungen verliefen weder geradlinig noch überall gleich. Sie entstanden aus dem Zusammenspiel menschlicher Bedürfnisse, Ideen, geografischer und materieller Bedingungen, technischer Neuerungen, Zufällen und vielfältiger Wechselwirkungen. Das Dossier untersucht diese über Zeiten und Kulturen hinweg und beleuchtet, auf welchen Wegen moderne Gesellschaften hervorgingen.

Leitfragen

  1. Wie verlief die Menschheitsgeschichte, und wie entstand die moderne Welt?
  2. Wie entwickelten sich Denken, Erkenntnis und Weltbilder?
  3. Wie funktionieren soziale Dynamiken – konstruktive wie zerstörerische – in Gesellschaften?

Arbeitsbereiche

Weltbilder, Menschenbilder und Erkenntnis

Zwischen Mythos, Religion, Philosophie und Wissenschaft wandelten sich die Vorstellungen von Welt, Mensch, Wahrheit und Erkenntnis. Wir erschliessen prägende Denker, Strömungen und Werke in ihrem historischen Zusammenhang und verfolgen, wie ihre Ideen entstanden, einander beeinflussten und neue Denkwege eröffneten.

Soziale Dynamiken

Wir untersuchen, welche psychologischen, verhaltensbiologischen, kulturellen und strukturellen Mechanismen das Zusammenleben prägen. Dabei fragen wir, unter welchen Bedingungen Vertrauen, Kooperation, Zugehörigkeit, Stabilität, Zufriedenheit und Wohlstand entstehen – und wodurch Ausgrenzung, Radikalisierung, gesellschaftliche Missstände, Machtkonzentration, Gewalt und Krieg begünstigt werden.

Staat, Recht und Individuum

Wir verfolgen, wie sich Herrschaft, politische Ordnungen und Recht entwickelten und wie sich dabei das Verhältnis zwischen Gemeinschaft, Staat und Individuum veränderte. Untersucht werden unterschiedliche Staats- und Regierungsformen sowie die historischen Wege zu persönlicher Freiheit, Menschenrechten, Demokratie, Rechtsstaat und offener Gesellschaft. Prägende Denker, Werke und Akteure werden in ihre Zeit eingeordnet und in ihrer Wirkung betrachtet.

Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Arbeit im Wandel

Wissenschaftliche Erkenntnisse, technische Erfindungen und neue Formen von Produktion, Handel und Arbeit veränderten die Lebensbedingungen der Menschen tiefgreifend. Wir verfolgen, wie sie entstanden, einander beeinflussten und Gesellschaft, Wohlstand, Machtverhältnisse, Alltag und Weltverständnis prägten.

Kulturräume und Globalisierung

Orte, Regionen, Kulturen und Zivilisationen entstanden im Zusammenspiel von eigener Entwicklung und Begegnungen mit anderen. Wir erschliessen ihre jeweiligen Welten und verfolgen, wie Austausch, Migration, Eroberung, Kolonialismus und Globalisierung sie veränderten.

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