Nutztiere56,6 %

Drei grösste Tiergruppen

Anteil an der Nutztierbiomasse

  1. Rinder66,5 %
  2. Wasserbüffel10,8 %
  3. Schafe6,2 %

Übrige: 16,5 %

Haustiere (Hunde und Katzen)2,2 %

Die beiden erfassten Gruppen

Anteil an der Hunde- und Katzenmasse

  1. Hunde90,8 %
  2. Katzen9,2 %
Menschen35,7 %
Wildlebende Säugetiere5,6 %

Drei grösste Gruppen dieser Darstellung

Anteil an der dargestellten Wildtiermasse

  1. Wale54,8 %
  2. Paarhufer an Land17,8 %
  3. Hundsrobben8,0 %

Übrige: 19,4 %

Zu den Walen zählen auch Delfine und Schweinswale. Paarhufer an Land sind etwa Hirsche, Antilopen und Wildschweine. Zu den Hundsrobben gehören Seehunde und See-Elefanten; sie haben keine äusseren Ohrmuscheln.

Schätzung nach Greenspoon et al. (2023). Ein Feld steht für 1 % der dargestellten Säugetiermasse. Die Gruppen lassen sich öffnen.
Methodik, Infos & Quellen

Die Zahl beruht auf einer Studie von Lior Greenspoon und seinem Forschungsteam, veröffentlicht 2023 in PNAS. Die Prozentwerte haben wir aus den veröffentlichten Datentabellen berechnet. Sie beschreiben eine Schätzung mit Daten aus verschiedenen Jahren, keinen weltweit gleichzeitig erhobenen Bestand.

Was Biomasse hier bedeutet

Wir vergleichen die geschätzte Gesamtmasse von Säugetieren: ihre Körpergewichte einschliesslich des Wassers im Körper. Diese Grösse nennen wir hier Biomasse. Ein Rind trägt mehr zur Masse bei als eine Maus. Der Vergleich sagt deshalb nichts darüber aus, wie viele Tiere oder Arten es gibt. Vögel, Fische und andere Tiergruppen sind nicht enthalten.

Für jede Tierart wird die Zahl der Individuen mit ihrem durchschnittlichen Körpergewicht multipliziert. Die Nutztierberechnung verwendet Bestandszahlen der Welternährungsorganisation FAO für 2018 und regionale Lebendgewichte aus den IPCC-Richtlinien. Gemeint ist das Gewicht des lebenden Tieres, nicht sein Schlachtgewicht.

«An Land und im Wasser» schliesst Flüsse und Seen ein. Die Datentabellen enthalten beispielsweise Flussdelfine, die Baikalrobbe und den Amazonas-Manati. Biber, Otter und Flusspferde werden in der Landtier-Tabelle geführt. Das ist eine Zuordnung von Arten; ihre Masse wird nicht nach dem jeweiligen Aufenthaltsort aufgeteilt.

Die Tiergruppen

Zu den Nutztieren zählen die entsprechenden Gruppen der Autorentabelle: etwa Rinder, Wasserbüffel, Schafe, Schweine und Ziegen, aber auch Pferde, Kamele und Esel. Die Studie nennt dafür gerundet 630 Mio. Tonnen. Hunde und Katzen kommen hinzu.

Unter «Haustiere» fassen wir Hunde und Katzen zusammen. Die Studie unterscheidet bei diesen Tieren nicht nach Haltung oder Verwendung. Der Wert ist deshalb keine Bilanz ausschliesslich der Tiere, die in einem Haushalt leben. Für andere Heimtierarten fehlen vergleichbare globale Angaben; die Detailansicht zeigt daher zwei Gruppen.

Für die Wildtiere folgen wir den Gruppen der Studiengrafik, fassen aber die Wale zusammen: Bartenwale 23,3 + Pottwalgruppe 6,7 + Delfine und Schweinswale 2,7 + Schnabelwale 0,9 = 33,6 Mio. Tonnen. Zur Pottwalgruppe zählen auch Zwergpottwal und Kleiner Pottwal. «Wale» umfasst alle diese Gruppen, einschliesslich Delfinen und Schweinswalen.

Danach folgen Paarhufer an Land mit 10,9 Mio. Tonnen und Hundsrobben mit 4,9. Hundsrobben sind die Familie Phocidae, zu der Seehunde und See-Elefanten gehören. Ohrenrobben und Walrosse sind in der übrigen Wildtiermasse enthalten. Die Rangfolge gilt für diese Gruppierung, nicht für einzelne Arten. Die Gruppen gehören unterschiedlichen Ebenen der biologischen Systematik an. Obwohl Wale mit den Paarhufern verwandt sind und heute zu deren Ordnung gezählt werden, sind sie in der hier verwendeten Landtier-Gruppe nicht enthalten. Jedes Tier wird nur einer Gruppe zugeordnet.

Unsicherheit und neuere Forschung

Für viele Wildtierarten fehlen globale Bestandszahlen. Die Studie kombiniert vorhandene Berichte mit Modellschätzungen. Rund 1’500 bekannte Landsäugetierarten bleiben mangels Verbreitungsdaten unberücksichtigt. Ihren Massebeitrag halten die Autoren für gering; vollständig erfasst ist er nicht.

Die Unsicherheit ist erheblich: Die Studie nennt 95-%-Schätzbereiche von 13–38 Mio. Tonnen für wildlebende Landsäugetiere und 20–80 Mio. Tonnen für die wildlebenden Säugetiere der Wassergruppe. Diese Bereiche hängen von den Daten und Modellannahmen ab. Sie sind keine Unsicherheitsgrenzen für unsere 94 %. Für diesen Prozentwert liegt hier kein eigenes statistisches Intervall vor.

Santini, Berzaghi und Benítez-López (2024) kritisierten unter anderem die uneinheitlichen Bestandsberichte, die Auswahl der Arten und die Abschätzung der Unsicherheit. Die Studienautoren widersprachen: Auch die Hochrechnung lokaler Tierdichten könne zu stark verzerrten Ergebnissen führen. Sie berichtigten einzelne Angaben zu Meeressäugetieren. Laut ihrer Antwort veränderten diese Korrekturen die geschätzte Masse der Meeressäugetiere um weniger als 1 %.

Die Folgestudie The global biomass of mammals since 1850 (2025) untersucht die Entwicklung bis 2020 mit weiteren Daten und anderen Modellen. Sie kommt für Menschen und domestizierte Säugetiere auf einen Anteil von rund 95 % (siehe auch die Autorengrafik bei Caltech). Ihre Werte sind nicht die Grundlage dieses Beitrags zur Studie von 2023.

Biomasse ist eine von mehreren Grössen, mit denen sich Tierbestände beschreiben lassen. Ein geringer Masseanteil bedeutet weder geringe Artenvielfalt noch geringe ökologische Bedeutung. Aus der 6-%-Angabe allein lässt sich auch keine Gefährdung einzelner Arten ableiten.

Quellen und Datenstand

Die Massen stammen aus den Tabellen für Menschen und domestizierte Säugetiere und den Daten der Studiengrafik. Wir verwenden die veröffentlichte Dateiversion vom 25. Oktober 2023, geprüft am 14. Oktober 2026. Die Angaben haben unterschiedliche Bezugsjahre; 2023 bezeichnet das Erscheinungsjahr der Studie.

  1. Greenspoon et al. (2023): The global biomass of wild mammals. PNAS 120, e2204892120. Studie zu Methode, Ergebnissen und Unsicherheit.
  2. Datentabellen zur Studie: Menschen und domestizierte Säugetiere; Gruppen der Studiengrafik; Wassertierarten; Hunde und Katzen.
  3. Rechenprogramme der Autoren: Menschen und Nutztiere; Erstellung der Studiengrafik; Modell für Landsäugetiere.
  4. IPCC: 2006 Guidelines, Volume 4, Chapter 10. Quelle der regionalen Lebendgewichte für Nutztiere.
  5. World Cetacea Database / WoRMS; Society for Marine Mammalogy, Artenliste 2026; NOAA: Marine mammals. Biologische Zuordnung von Walen und Robben.
  6. Santini et al. (2024): Total population reports are ill-suited for global biomass estimation of wild animals. PNAS 121, e2308958121. Methodische Kritik.
  7. Greenspoon et al. (2024): Reply to Santini et al.: Total population reports are necessary for global biomass estimation of wild mammals. PNAS 121, e2316314121. Antwort auf die Kritik.
  8. Greenspoon et al. (2025): The global biomass of mammals since 1850. Nature Communications 16, 8338. Neuere Untersuchung zur historischen Entwicklung.